1. Bundesrecht
1.1 Grundgesetz
- Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (GG), Art. 6 (Schutz von Ehe und Familie, Elternrecht), Art. 28 (kommunale Selbstverwaltung), Art. 30, Art. 34 (Amtshaftung, in Verbindung mit § 839 BGB), Art. 70, Art. 74 Abs. 1 Nr. 11.
1.2 Sozialgesetzbücher
- Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII), Kinder- und Jugendhilfe: § 1 (Recht auf Förderung der Entwicklung), § 5 (Wunsch- und Wahlrecht), § 8 (Beteiligung von Kindern und Jugendlichen), § 8a (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung), §§ 27 bis 35 (Hilfen zur Erziehung), § 35a (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche), §§ 36 ff. (Hilfeplanung), § 41 (Hilfe für junge Volljährige), § 41a (Nachbetreuung), § 42 (Inobhutnahme), § 45 (Erlaubnis für den Betrieb einer Einrichtung), § 52 (Mitwirkung in Verfahren vor den Jugendgerichten), §§ 69 bis 71 (Träger der öffentlichen Jugendhilfe, Jugendamt, Jugendhilfeausschuss), § 72 (Fachkräftegebot).
- Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX), Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen: §§ 90 ff. (Eingliederungshilfe), §§ 108 ff. (Gesamtplanverfahren).
- Sozialgesetzbuch Elftes Buch (SGB XI), Soziale Pflegeversicherung.
- Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII), Sozialhilfe.
- Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III), Arbeitsförderung: §§ 81, 82, 87a (Förderung der beruflichen Weiterbildung, Bildungsgutschein), §§ 176 ff., 179, 180 (Zulassung von Trägern und Maßnahmen).
1.3 Ausbildungs- und Berufsbildungsrecht
- Berufsbildungsgesetz (BBiG) in der Fassung vom 16.04.2025, insbesondere §§ 1, 4, 53a bis 53d.
- Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung, HwO).
1.4 Förderung und Finanzierung
- Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG), insbesondere § 2 (Förderungsfähige Ausbildungsstätten), § 2 Abs. 1, § 11 Abs. 3, § 21 (Anrechnung von Arbeitsentgelt).
- Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföGVwV), zuletzt geändert am 05.03.2026 (GMBl. 2026 Nr. 10/11, S. 194).
- Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), insbesondere § 2 Abs. 3, § 10.
- Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV).
- Gesetz zur Stärkung der Chancen für Qualifizierung und für mehr Schutz in der Arbeitslosenversicherung (Qualifizierungschancengesetz) vom 18.12.2018 (BGBl. I S. 2651); wirkt über die eingefügten Regelungen des Sozialgesetzbuchs Drittes Buch, insbesondere § 82.
- Einkommensteuergesetz (EStG), § 9 (Werbungskosten).
1.5 Weitere Bundesnormen
- Bundeszentralregistergesetz (BZRG), § 30a (erweitertes Führungszeugnis). Das Führungszeugnis wird von der oder dem Studierenden beziehungsweise Auszubildenden beantragt und selbst eingereicht; eine Direktübermittlung an die Schule oder Hochschule findet nicht statt.
- Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 839 (Haftung bei Amtspflichtverletzung), in Verbindung mit Art. 34 GG.
- Strafprozessordnung (StPO), § 53 (Zeugnisverweigerungsrecht). Für Fachkräfte der Sozialen Arbeit besteht derzeit kein Zeugnisverweigerungsrecht; die Norm wird als Gegenstand einer Reformdebatte geführt und braucht in Artikeln einen Stand-Hinweis.
- Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz, KJSG) vom 03.06.2021.
- Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz, BTHG).
2. Landesrecht Niedersachsen
2.1 Anerkennung und Hochschulrecht
- Verordnung über die staatliche Anerkennung von Berufsqualifikationen auf dem Gebiet der Sozialen Arbeit, der Heilpädagogik und der Bildung und Erziehung in der Kindheit (SozHeilKindVO) vom 17.05.2017 (Nds. GVBl. S. 155, 170), zuletzt geändert durch Verordnung vom 20.03.2018 (Nds. GVBl. S. 42): § 1 Abs. 1 Nr. 5, § 2 (hochschulische Heilpädagogik, staatliche Anerkennung), § 3 (Antragsverfahren, Abs. 2 Unterlagen), §§ 4 bis 12, § 14 Abs. 1 (einphasiges Modell), § 14 Abs. 3, § 14 Abs. 4 Satz 2, §§ 19 bis 21 (Kindheitspädagogik).
- Niedersächsisches Hochschulgesetz (NHG): Hochschulzugang (§ 18), Studienorganisation, Anerkennung und Anrechnung.
2.2 Schul- und Ausbildungsrecht
- Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) als Ermächtigungsgrundlage der Berufsbildende-Schulen-Verordnung.
- Verordnung über berufsbildende Schulen (Berufsbildende-Schulen-Verordnung, BbS-VO) vom 10.06.2009 (Nds. GVBl. S. 243), zuletzt geändert durch Verordnung vom 26.05.2025 (Nds. GVBl. 2025 Nr. 34).
- BbS-VO, Anlage 3 (Berufsfachschule Sozialpädagogik) zu § 33: § 2 Abs. 3.
- BbS-VO, Anlage 4 (Sozialpädagogische Assistenz) zu § 33: §§ 2, 3, 11.
- BbS-VO, Anlage 8 (Fachschule Sozialpädagogik, Heilerziehungspflege, Heilpädagogik) zu § 33: § 2; § 3 Aufnahmevoraussetzungen, Abs. 4, 5, 8 und 11; § 4 Abs. 3 Nr. 11; § 5 Abs. 2 und 3; § 8 Abs. 1 Nr. 6 und 7; § 29 Abs. 1 Nr. 2.
- Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) (2009/2019): Ergänzende Bestimmungen für das berufsbildende Schulwesen (EB-BbS), RdErl. vom 10.06.2009, Fassung vom 25.01.2019, §§ 2.2 (Teilzeitregelung Erzieher*innenausbildung) und 2.3.
- Verordnung über die Abschlüsse im Sekundarbereich I der allgemein bildenden Schulen einschließlich der Freien Waldorfschulen (AVO-Sek I) vom 23.09.2020, zuletzt geändert am 11.11.2025.
- Die Arbeit in der Ganztagsschule, RdErl. des Niedersächsischen Kultusministeriums vom 01.08.2014, 34-81005, VORIS 22410.
- Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.) (2016): Rahmenrichtlinien für die Fachschule Sozialpädagogik, berufsbezogene Lernbereiche Theorie und Praxis; ebenso die Rahmencurricula für Sozialpädagogische Assistenz, Erzieher*in, Heilerziehungspflege und Heilpädagogik.
2.3 Kindertagesbetreuung, Weiterbildung und Freistellung
- Niedersächsisches Gesetz über Kindertagesstätten und Kindertagespflege (Niedersächsisches Kindertagesstättengesetz, NKiTaG), § 30 (Besondere Finanzhilfe für Kräfte in Ausbildung).
- Verordnung über die Schulgeldfreiheit in sozialpädagogischen Berufen (SPBerSchGFVO).
- Niedersächsisches Erwachsenenbildungsgesetz (NEBG) vom 17.12.1999 (Nds. GVBl. S. 430), zuletzt geändert.
- Niedersächsisches Gesetz über den Bildungsurlaub für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (Niedersächsisches Bildungsurlaubsgesetz, NBildUG).
3. Untergesetzliche Regelwerke und hochschuleigene Ordnungen
- Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie: Hinweise zu §§ 45 ff. SGB VIII, Fachbereich I, Stand 01.03.2026. Grundlage der Zuordnung zu Fachkraft I und Fachkraft II. Die Begriffe hängen an einer laufenden niedersächsischen Reform; Texte, die sie verwenden, brauchen einen Stand-Hinweis.
- Praxisordnung der HAWK, Fakultät Soziale Arbeit, Standort Holzminden, berufsbegleitender Bachelorstudiengang Soziale Arbeit, vom 14.01.2025.
4. Überregionale Vereinbarungen und Beschlüsse
- Kultusministerkonferenz (2002): Rahmenvereinbarung über Fachschulen, Beschluss vom 07.11.2002 in der jeweils geltenden Fassung.
- Kultusministerkonferenz: Rahmenvereinbarung zur bundesweiten Anerkennung des Abschlusses in der Heilerziehungspflege.
- Kultusministerkonferenz: Beschlüsse von 2002 und 2008 zur Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen auf ein Hochschulstudium (Anrechnungsgrenze von 50 Prozent).
- Kultusministerkonferenz und Jugend- und Familienministerkonferenz: Orientierungsrahmen Bildung und Erziehung in der Kindheit.
- Beschluss der Kultusministerkonferenz und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 15.11.2012: Deutscher Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR).
- Rahmenordnung über Deutsche Sprachprüfungen für das Studium an deutschen Hochschulen (RO-DT), Beschluss der Hochschulrektorenkonferenz vom 08.06.2004 und der Kultusministerkonferenz vom 25.06.2004, in der Fassung der Hochschulrektorenkonferenz vom 23.07.2020 und der Kultusministerkonferenz vom 28.11.2019.
- anabin, Datenbank der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen bei der Kultusministerkonferenz.
5. Europäisches und internationales Recht
- Übereinkommen über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen Region (Lissabon-Konvention) von 1997.
6. Tarifliches und kirchliches Arbeitsvertragsrecht
- Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), einschließlich Entgeltordnung und Entgelttabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst (SuE).
- AVR Caritas und AVR Diakonie, Arbeitsvertragsrichtlinien nach kirchlichem Arbeitsrecht. Daneben bestehen Haustarifverträge freier Träger; die Entgelte können abweichen.
7. Vergleichsrecherche anderer Länder
Die folgenden Normen sind für die Plattform nicht einschlägig. Sie wurden zum Vergleich der Regelungssystematik herangezogen und stehen hier, damit die Recherche nachvollziehbar bleibt.
- Hessisches Gesetz über die staatliche Anerkennung von Sozialberufen (Sozialberufeanerkennungsgesetz, SozBAG) vom 28.12.2010 (GVBl. I 2010 S. 614), zuletzt geändert am 17.10.2014.
- Hessen: Verordnung über die Ausbildung und die Prüfungen an den Fachschulen für Sozialwesen, § 43 (Heilpädagogik).

